Ungepflückte Meeresfrüchte

06Okt10

Oder: Am besten ist der Mann in den Gummischläppschuh’n

Sollten Taucher nicht elegant durchs Nässrige des Bassins gleiten? Anmutig wie ein Walhai, majestätisch wie ein Killerrochen, schüchtern wie ein Shushufisch?
Nein. Das beweist zumindest der japanische Aquariumwohlfühlhilfsorganisator des Okinawa Churaumi Aquarium, der in seinem Taucheranzug auf dem Bassinboden herumstapft wie ein Frosch im Todeskampf. Im Vordergrund produzieren sich einige Touristen als Proleten, die sich offenbar triumphatorisch über die Tierwelt vorkommen.

Nimmt man also diese Menschen des Films und setzt sie in Beziehung zur angebotenen Filmmusik, so merkt man: hä? Die getragene Elegóhnz des Songs kann sich ausschließlich auf die ungepflückten Meeresfrüchte beziehen, die ihrer Nichttötung gerecht werden, indem sie ihren Job wie immer durchs elegóhnte Gleiten im Kreise gut erledigen. Aber hat man die Diskrepanz zwischen Mensch, Frucht und Musik erst entdeckt, fällt es schwer, das Disneyland unter den Tiergefängnissen zu bestaunen.

okinawa aquarium

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One Response to “Ungepflückte Meeresfrüchte”

  1. 1 schattenzwerg

    bemerkenswert ist ja, dass die leute nicht die tiere und die bewegung ansehen, sondern nur bilder machen … andacht, staunen und freude ist nicht im geringsten zu spüren


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