Stadt, Land, Bank

02Nov15

Im Tabakladen übergeht mich die Verkäuferin wegen eines Stammkunden. Im Vestibül der Sparkasse überholt mich ein junger Mann, um vor mir am Automaten zu sein, nachdem ich für uns beide die automatische Schiebetür, die um 16:00 Uhr bereits geschlossen ist, mit der Karte geöffnet hatte. Auf dem Bürgersteig überfährt mich ein alter Mensch auf seinem neuen Fahrrad, nur um mich anschließend bösartig auszuschimpfen, dass ich wie ein Ochse im Wege stünde.

In der Kleinstadt ist das Gift des menschlichen Unglücks nicht mehr als in der Großstadt, es ist nur konzentrierter. Ein Herz mit Hornhaut hilft. Obwohl … Nein, kein Obwohl.

Advertisements


No Responses Yet to “Stadt, Land, Bank”

  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: